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Herzliche Einladung zur Glaubenswoche

Der Herr sprach zu Petrus und den Jüngern: „Ich bin es doch, fürchtet euch nicht!” (Mt 14,27)

Das Leitwort der Glaubenswoche 2026 in der Pastoralen Einheit Weilerswist/Zülpich

 

Die Glaubenswoche in der Pastoralen Einheit Weilerswist und Zülpich hat ihre Wurzeln in einer alten Tradition der katholischen Kirche, dem Ewigen Gebet. Was heute als Glaubenswoche gestaltet wird, greift damit einen Gedanken auf, der seit vielen Generationen Menschen miteinander im Gebet verbindet. Doch warum heißt es eigentlich „Ewiges Gebet“? Gemeint ist nicht, dass in einer einzelnen Kirche Tag und Nacht ohne Unterbrechung gebetet wird. Vielmehr wird das Gebet über das Jahr hinweg von einer Gemeinde an die nächste weitergegeben. Jede Gemeinde übernimmt zu einer bestimmten Zeit die Aufgabe, stellvertretend für viele andere zu beten. So entsteht eine große Gebetsgemeinschaft, die sich durch das gesamte Erzbistum zieht. Während an einem Ort die Gebetszeit endet, wird sie an einem anderen Ort weitergeführt. Das Gebet soll auf diese Weise nicht verstummen. Im Mittelpunkt des Ewigen Gebetes steht Jesus Christus. Der Leib Christi wird in der Monstranz zur Anbetung ausgesetzt. Die Menschen sind eingeladen, vor Christus zu verweilen. Das kann im gemeinsamen Gebet geschehen, durch Lieder und Texte, aber auch ganz persönlich und in der Stille. Nicht das Tun steht dabei im Vordergrund, sondern das Dasein vor Gott. Wir dürfen zur Ruhe kommen und uns bewusst machen, dass Christus gegenwärtig ist.

Das Ewige Gebet erinnert uns zugleich daran, dass unser Glaube keine rein persönliche Angelegenheit ist. Wir glauben und beten als Gemeinschaft. Der Apostel Paulus verwendet dafür ein starkes Bild. Er bezeichnet die Kirche als den Leib Christi. Dieser Leib besteht aus vielen verschiedenen Gliedern. Jedes ist anders, jedes hat seine Aufgabe und jedes wird gebraucht. Zusammen bilden sie einen Leib, dessen Mitte Christus ist.

Dieser Gedanke passt in besonderer Weise zu unserer heutigen Pastoralen Einheit Weilerswist und Zülpich. Viele Gemeinden, Kirchorte und Menschen mit unterschiedlichen Traditionen und Erfahrungen gehören zusammen. Nicht überall wird auf die gleiche Weise gefeiert und gebetet. Gerade diese Vielfalt kann aber eine Stärke sein. Wie beim Leib Christi geht es nicht darum, dass alle gleich sind. Es geht darum, miteinander verbunden zu sein und Christus als gemeinsame Mitte nicht aus dem Blick zu verlieren.

Im Seelsorgebereich Zülpich wurde die Tradition des Ewigen Gebetes in den vergangenen Jahren zur Glaubenswoche weiterentwickelt. Aus den einzelnen Gebetstagen entstand eine gemeinsame Zeit, in der der Glaube auf unterschiedliche Weise Raum bekommt. Mit der neuen Pastoralen Einheit Weilerswist und Zülpich kann dieser Gedanke nun weiter wachsen und Menschen aus beiden Bereichen miteinander verbinden.

Die Formen verändern sich, doch der ursprüngliche Gedanke des Ewigen Gebetes bleibt lebendig. Menschen nehmen sich bewusst Zeit für Gott. Sie beten miteinander und füreinander. Sie bringen ihre Freude und ihren Dank, aber auch ihre Sorgen und Fragen vor Christus.

Vielleicht liegt gerade darin die besondere Bedeutung der Glaubenswoche. Sie verbindet eine alte geistliche Tradition mit unserem Glaubensleben heute. Sie lädt uns ein, innezuhalten und neu zu entdecken, was uns über die Grenzen unserer einzelnen Gemeinden hinaus verbindet.

Wir sind viele Gemeinden und viele unterschiedliche Menschen. In Christus gehören wir zusammen und bilden den einen Leib Christi.

Highlights Glaubenswoche 2026